Hochbegabung
Kurse für hochbegabte Kinder
Hochbegabte Kinder sind vielseitig interessiert.
In unterschiedlichen Kursen können sie spannende Themengebiete erobern:
- Gehirnjogging und Gedächtnistricks
- Schachkurse
- Knobelspiele und Rätsel
- Erfinderwerkstatt
- Forschen Lernen
- Kreatives Schreiben
- während der Ferien: "Das Schwarze Auge"
- Teilnahme an Veranstaltungen im Wissenschaftsjahr 2013 "Die demografische Chance"
- u.v.a.
Anmeldung unter
Die Absprachen erfolgen individuell.

Was sagt die Forschung zur Hochbegabung?
Hochbegabte Menschen haben eine spezielle Hirnstruktur. Allerdings steht die Forschung hier noch ganz am Anfang. Informationen zu den Forschungsaktivitäten der AG "Hochbegabung und Gehirn", die im April 2006 mit Förderung der Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung (Frankfurt/Main) an der Universitätsklinik für Epileptologie in Bonn ihre Arbeit aufgenommen hat.
Mit Hilfe von Methoden aus der Hirnforschung soll geprüft werden, ob die Leistungen durch Hochbegabte auch auf der Hirnebene quantitativ oder qualitative anders erbracht werden. Im Prinzip wären dabei mindestens drei alternative Resultate vorstellbar:
- Hochbegabte aktivieren dieselben Hirnregionen wie Normalbegabte, jedoch stärker:
Weil sie mehr neuronale Ressourcen zur Verfügung haben und einsetzen können, erzielen sie bessere Leistungen. Hoch- und Normalbegabung wären dann ein Kontinuum.
- Hochbegabte aktivieren dieselben Hirnregionen wie Normalbegabte, jedoch in geringerem Ausmaß:
Weil der neuronale Computer im Kopf Hochbegabter in bestimmten Regionen effizienter verdrahtet ist oder weil die "Software" besonders ökonomisch "programmiert" ist, kommen sie letztlich mit weniger Nervenzellaktivität - und dadurch physiologisch mit weniger Energie - zum Ziel. Auch in diesem Fall bilden Hoch- und Normalbegabung ein Kontinuum.
- Hochbegabte aktivieren ein ganz anderes Muster von Hirnregionen als Normalbegabte:
Dabei könnten bestimmte Regionen im Vergleich zu Normalbegabten entfallen, während andere Areale zusätzlich "anspringen". Ein solches Resultat würde widerspiegeln, dass bei der Aufgabenbearbeitung andere neurokognitive Strategien angewendet und dass andere neuronale (und wahrscheinlich auch kognitive) Ressourcen eingesetzt werden.
In diesem Fall könnte man eine Hochbegabung qualitativ von einer Normalbegabung unterscheiden, sie wäre qualitativ etwas anderes als nur die gesteigerte normale Funktion.
Die Wissenschaftler der Universitätsklinik für Epileptologie in Bonn prognostizieren für das Ergebnis Ihrer Untersuchungen die Bestätigung der 3. These.
Erfahrungen mit Hochbegabung im Tutorium Berlin
Diese 3.These würden die bisher im Tutorium Berlin gesammelten Erfahrungen bestätigen:
Hochbegabte aktivieren ein ganz anderes Muster von Hirnregionen als Normalbegabte. Bei der Aufgabenbearbeitung werden andere neurokognitive Strategien angewendet und es werden andere neuronale (und wahrscheinlich auch kognitive) Ressourcen eingesetzt als von Normalbegabten.
Das Team im Tutorium Berlin ist sich nach den gesammelten Erfahrungen sicher, dass man eine Hochbegabung qualitativ von einer Normalbegabung unterscheiden muss, denn sie ist qualitativ etwas anderes als nur die gesteigerte normale Funktion.
Derzeit wird mit hochbegabten Kindern oft nur ein standardisierter Intelligenztest durchgeführt, um einen möglichst objektiven Vergleich mit Kindern gleichen Alters durchführen zu können. Zwei Prozent der Bevölkerung werden so als intellektuell hochbegabt (IQ > 130) beziehungsweise ein Prozent als höchstbegabt (IQ > 135) (nach Gerhard Roth, Institut für Hirnforschung, Universität Bremen) charakterisiert.
Nach den Erfahrungen im Tutorium Berlin ist das Messen des IQ nur ein sehr ungenügendes Hilfsmittel.
Eine bessere Informationsquelle sind Beobachtungsverfahren. Eltern, Lehrer und das Kind selber werden gebeten, das Verhalten zu beschreiben. Auch der Diagnostiker selbst macht sich ein Bild vom Denken und Verhalten des Kindes im Gespräch und in der Testung.
Begleitung beim Studium
Im Tutorium werden Hochbegabte bei
+ Studienabschlüssen auf öffentlichen Bildungseinrichtungen
oder
+ externen Studienabschlüssen
begleitet.
Möglichkeiten zur Unterstützung durch Stipendien
Erfolg im Beruf
Der eigene hohe Anspruch macht Hochbegabten das Berufsleben oft schwer.
Im Tutorium kann aus den Erfahrungen anderer Hochbegabter gelernt werden.
Akademie Tutorium Berlin
Hochsensible Hochbegabte diskutieren Ihre Erfahrungen im Beruf
gerne auf unserer online-Plattform Akademie Tutorium Berlin
Halbjährlich finden Tage der offenen Tür statt.
Hinweise für Eltern
Eltern müssen dabei unterstützt werden, ihre hochbegabten Kinder bestmöglich zu fördern und zu fordern. Im Tutorium Berlin kann diese Unterstützung gegeben werden. Hier finden Sie einige Tipps für Gespräche mit Lehrern:
Tipp 1: Auf zusätzliche Anforderungen im Schulunterricht achten
Hochbegabte Kinder haben höhere Anforderungen an den Schulunterricht. Hochbegabte wollen oft
- Zusätzliches eigenständig lernen,
- den Unterrichtsstoff vertiefen
- etwas für sie ganz Neues erschließen.
Dies ist wichtig, um die Wachsamkeit und Motivation des Kindes aufrecht zu erhalten, was sich dann auch positiv auf die Schulleistungen auswirken könnte.
Tipp 2: Vorsicht bei Schul- und Klassenwechseln
Ob Hochbegabte die Bildungseinrichtung wechseln oder eine Klasse überspringen sollten, um ihren zusätzlichen Anforderungen gerecht zu werden, muss ganz genau überdacht werden. Ein Kind aus dem gewohnten Umfeld zu nehmen, kann zwar das intellektuelle Potenzial fordern, aber durch wachsenden Leistungsdruck und Stigmatisierung die psychische Entwicklung auch stark beeinträchtigen.
Zusätzlicher Unterricht, der speziell auf die Probleme und Anliegen von hochbegabten Schülern eingeht, ist oft die bessere Alternative. Entscheidend für den Erfolg eines solchen zusätzlichen Unterrichts ist die Motivation, sowohl vom Lehrer als auch vom Schüler. Mangelt es an dieser, so entstehen Blockaden, die einen Lernprozess und schließlich den erfolgreichen Verlauf vereiteln können.
Tipp 3: angepasste Unterrichtsmaßnahmen finden
Unterrichtsmaßnahmen zur inneren Differenzierung könnten sein:
- den Lernstoff zu komprimieren und die gewonnene Zeit durch Anreicherung des Unterrichtsstoffes zu nutzen.
- Sinnvoll ist es, dies über Streichen oder Verkürzen von Übungsphasen zu erreichen.
Häufig reagieren die SchülerInnen sehr positiv auf den Verzicht auf starre, methodische Regeln. Jedoch ist stets darauf zu achten, dass Arbeits- und Lernmethoden beherrscht werden.
Tipp 4: Unterforderungen vermeiden
"Natürlich" möchte jeder Lehrer bei einem hochbegabten Schüler auch entsprechende Leistungen sehen. Jedoch kann es bei Unterforderung über eine längere Zeit zu Problemen kommen:
- es treten Leistungsschwierigkeiten auf
- Lerntechniken werden nicht entwickelt
- Grenzen der eigenen Möglichkeiten werden nicht erfahren
- die mit Anstrengung noch erreichbaren Erfolge werden nicht erfahren, da keine (oder kaum) Konkurrenz
- Strategien zur Bewältigung von Misserfolg und Frustration werden nicht entwickelt
Häufig führen folgende Bedingungen bei Hochbegabten zu Stress
- Mangel an Herausforderung
- fehlende Kontakte zu hochbegabten Gleichaltrigen
- Mangel an Information über geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten
- (Langeweile und) Ungeduld im Unterricht
- fehlende Motivation
Tipp 5: ein einheitliches Konzept entwickeln
Für den Unterricht sollte ein einheitliches Konzept existieren. Darin sollten unter anderen die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
- unbedingtes Streichen oder Verkürzen von Übungsphasen
- die gewonnene Zeit für Arbeitsaufträge zur Anreicherung des Unterrichtsstoffes (Inhaltliche Vorgaben Ziele, keine Form, Beschränkung vorgeben) nutzen
- und die Ergebnisse zuerst beim Lehrer, danach auch (wenn sinnvoll) vor der Klasse präsentieren lassen.
- Ergebnisse unbedingt bewerten, Anerkennung besser durch weiterführende Zielvorgaben möglich. "Du überraschst mich, jetzt interessiert mich aber auch noch..., vielleicht kannst Du mir dabei weiterhelfen."








